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VITAMIN D- das Sonnenvitamin. Warum ist es so wichtig und ist supplementieren wirklich notwendig?

  • Autorenbild: Theresa Martinek
    Theresa Martinek
  • 4. März 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Der Winter dauert schon lange, der Frühling wird schon herbeigesehnt, alle sind müde, die Stimmung ist im Keller, der Heißhunger hat seinem Höhepunkt erreicht und gefühlt sind alle krank. Typisch Februar. Aber was hat das alles mit Vitamin D zu tun? So einiges. Wofür Vitamin D zuständig ist, wie es unseren Alltag erleichtern kann und warum eine ausreichende Versorgung so wichtig und in den Wintermonaten gleichzeitig so schwierig ist, möchte ich in diesem Beitrag erläutern.


Fakten rund um Vitamin D

Vitamin D gehört zu der Gruppe der fettlöslichen Vitamine und kann vom Körper mit Hilfe von Sonnenlicht selbst produziert werden, was dieses Vitamin einzigartig macht. Das Problem dabei ist nur: wenn meine Haut zu wenig Sonnenlicht ausgesetzt wird, weil es entweder gerade wenig Sonne gibt, oder ich mich aufgrund von Kälte warm anziehen muss, kann der Körper auch nicht ausreichend Vitamin D produzieren und muss von seinen Reserven zehren. Eine ausreichende Versorgung über Lebensmittel ist schwierig, da nur wenige Lebensmittel von Natur aus Vitamin D enthalten. Gute Quellen sind fettreiche Fische (Lachs, Hering,...) und Eigelb.


Funktionen von Vitamin D

  • Knochengesundheit: Vitamin D ist essenziell bei der Vorbeugung von Osteoporose. Es reguliert einerseits den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel und fördert gleichzeitig die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und dessen Einbau in die Knochen.


  • Immunsystem: Eine ausreichende Vitamin D - Versorgung stärkt das Immunsystem und schützt vor Infekten. Auch Autoimmunerkrankungen werden durch eine gute Vitamin D - Versorgung positiv beeinflusst.


  • Muskelfunktion: Vitamin D trägt zur Muskelkraft und -funktion bei. Ein Mangel kann zu Muskelschwäche und einem erhöhtem Sturzrisiko führen.


  • Stimmung: Auch die berühmte Winterdepression kann oft auf einen Vitamin D - Mangel zurückgeführt werden. Im Winter ist die Sonnenexposition sehr eingeschränkt und das führt in unseren Breitengraden sehr oft zu unzureichenden Vitamin D - Spiegeln, was zu depressive Verstimmungen führen kann.


  • Hormonbalance: Es gibt Hinweise darauf, dass Vitamin D auch essenziell für unsere Hormonbalance ist. Bei ausreichender Versorgung mit Vitamin D steigt bei Frauen die Qualität der Gebärmutterschleimhaut und der Eizellen. Bei Männern steigt die Spermienqualität. Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden ist mit einem guten Vitamin D Versorgung gleich ums vierfache höher.


  • weitere Funktionen: Einige Studien weisen darauf hin, dass Vitamin D außerdem eine Rolle bei der Regulierung des Blutdrucks, bei der Zellteilung und beim Aufbau unseres Mikrobioms spielt.


Vitamin D Versorgung

  • Sonnenlicht: die wichtigste Quelle für Vitamin D ist unsere körpereigene Produktion durch 'Sonnenlicht. Die Menge wie viel Vitamin D produziert werden kann variiert allerdings stark und hängt von verschiedenen Faktoren wie z.B.: Jahreszeit, Tageszeit und Hauttyp ab.


  • Nahrung: wie bereits oben erwähnt gibt es nur wenige Lebensmittel, die uns ausreichend Vitamin D liefern. Untere Hauptlieferanten über die Nahrung sind allerdings fette Fische und Eigelb.


  • Nahrungsergänzungsmittel (NEM): Gerade in den Wintermonaten, bei entzündlichen Erkrankungen, bei erhöhtem Stress oder wenn man an Autoimmunerkrankungen leidet, kann eine Einnahme von Vitamin D Präparaten sinnvoll sein. Die Tagesdosis varriert je nach Alter und individuellen Bedürfnissen und sollte somit immer mit einem Arzt abgesprochen werden. Außerdem ist eine regelmäßige Überprüfung des Vitamin D - Status im Blut alle 3-6 Monate, insbesondere bei höheren Dosierungen unbedingt zu empfehlen.


Vitamin D Mangel

Die Ursachen für einen Vitamin D Mangel können vielfältig sein. Einige Beispiele wären unzureichende Sonnenexposition, dunkle Hautfarbe, vermehrter Stress oder bestimmte Erkrankungen. Die Symptome reichen von Müdigkeit über Muskel- und/oder Knochenschmerzen bis hin zu erhöhter Infektanfälligkeit. Einen Mangel erkennt man leicht durch eine Analyse des Vitamin D - Status im Blut. Ein optimaler Vitamin D-Spiegel wäre zwischen 40 und 65 ng/ml. Von einem klinischen Mangel spricht man allerdings meist erst bei Vitamin D - Werten unter 20 ng/ml.


Fazit

Vitamin D ist ein essenzieller Nährstoff der bei zahlreichen Körperfunktionen seine Finger im Spiel hat. Eine ausreichende Versorgung mit diesem "Sonnenvitamin" ist somit unverzichtbar und eine Unterstützung mit Nahrungsergänzungsmitteln bei unzureichender Sonneneinstrahlung oder erhöhtem Stress somit durchaus zu empfehlen um etwaigen Mangelerscheinungen vorzubeugen. Diese sollte allerdings immer mit einer regelmäßigen Überprüfung des Vitamin D - Spielgels einhergehen.

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